Die Asthma-Kontrolle stellt eine große Herausforderung dar: Einerseits gibt es viele Ursachen für das Auftreten von Anfällen, andererseits verursachen ganz unterschiedliche Arten von Entzündungen dieselben Symptome, und nicht alle Entzündungen können durch Kortikosteroide gemildert werden.
Das generelle Problem bei der Asthma-Behandlung liegt darin, dass die Frage nach der Ursache der Symptome vernachlässigt wurde. Als Folge besteht die Tendenz, ungeachtet der Differenziertheit der Prozesse in den Atemwegen, ein und dieselbe Behandlung anzuwenden. Die Schwierigkeit bestand bis vor Kurzem im Ermitteln der Ursache oder der Art des Asthmas, weil es keine einfachen Tests zur Identifizierung einer Entzündung gab.
Inzwischen können die Mediziner mithilfe der Messung des exhalierten NO der Ursache direkt auf den Grund. Darüber hinaus lässt sich auf diese Weise relativ einfach feststellen, ob der Grund für eine Stagnation im Krankheitsverlauf eines Patienten in einer nicht ordnungsgemäßen Einnahme der Medikamente liegt oder ob die Symptome schlichtweg nicht auf eine Asthma-Erkrankung zurückzuführen sind, sondern andere Ursachen haben.
Die Bestimmung der exhalierten NO-Konzentration verbessert die Asthma-Kontrolle.
Jetzt gibt es einen leicht zu handhabenden und schnellen Test, mit dem der Arzt feststellen kann, an welcher Art der Atemwegsentzündung der Asthmapatient erkrankt ist. Ist die Art der Entzündung einmal identifiziert, kann dem Patienten die optimale Therapie verordnet werden.
Die Methodik zur Messung des exhalierten NO wurde vor ca. 15 Jahren entwickelt, seither wurde das Verfahren ständig modifiziert.
Bevor es die Möglichkeit zur Bestimmung der exhalierten NO-Konzentration gab, standen keine einfach durchführbaren Tests für die routinemäßige Asthma-Behandlung zur Verfügung.
Es darf nicht vergessen werden, dass die Diagnose einer Krankheit ein komplexer Prozess ist, der verlangt, dass der behandelnde Arzt seine Schlussfolgerungen nicht ausschließlich auf einen Test stützt. Für Asthma gibt es herkömmliche Tests, aber sie liefern keine Informationen über Entzündungen.